Alcatraz – und die Geschichte warum es stinkt wenn du (nicht) lüftest!

Was für ein Ausflug! Der Pinnacles Nationalpark ist immer wieder einen Besuch wert! Die 15 Kilometer lange Wanderung empfinde ich nach meinen zahlreichen Costa Rica Hikes mehr als Spaziergang denn als Wanderung. Oh oh, oh, das klingt vielleicht protzig, hahaha, aber entweder ist’s halt so – oder meine Berechnungen sind falsch und es sind keine 15 Kilomter…
Wie auch immer: es ist supercool dort!

Aber ich war natürlich nicht alleine dort. Ich hab doch Besuch. Meine liebe Freundin Nina ist da.

 

Und gemeinsam erklimmen wir den Gipfel – auch wenn der Weg narrow and steep  ist.

G E S C H A F F T – und ohne von einem Berglöwen angegriffen worden zu sein…

…aber die obligatorische Schlange hat natürlich nicht gefehlt…

…also ich muss mal mitteilen: so viele Schlangen wie ich in den letzten Monaten gesehen habe sieht manch anderer in seinem ganzen Leben nicht. Wie gut, dass ich keine Schlangen-Phobie mehr habe!

WAS? Ja! Richtig gehört! In Costa Rica bin ich meinem persönlichen Ich-befreie-dich-von-deiner-Schlangenangst-Guru begegnet.

Bisher rief jede Begegnung mit diesen komischen länglichen Wesen eine (mal mehr und mal noch mehr starke) Panik-Attacke hervor. In der Natur schoss bei jedem Rascheln sofort mein Adrenalin hoch. Super anstrengend. Und da in Costa Rica ein paar Schlangen mehr leben als in Österreich war es mit meinen Wanderfreuden ziemlich rasch vorbei – als sich das Rascheln nämlich dann tatsächlich als Schlange entpuppte…besser: als zwei Schlangen. Und ich ganz allein Mitten im Wald mit denen. Mit zittrigen Knien bin ich vorsichtig heimgeschlurft und ich wollte auch nicht mehr zurück, in den Wald. Dabei gefiel es mir doch so gut dort… Aber die Angst war stärker.

Ich konnte ja noch nicht mal ein Foto, geschweige denn ein Schlangen-Video ansehen ohne Panik zu bekommen! Ich hab mich geschimpft für diesen Blödsinn – aber falls jemand von Euch unter einer irrationalen Angst leidet weiß, dass man mit der Ratio dieses Problem nicht gelöst bekommt…

Und just genau in diesem Moment da begegne ich Guillermo!
Akupunkteur, TCM kundig und, Trommelwirbel: NLP-Spezialist.

NLP? Neuro-Linguistisches-Programmieren (Wikipedia)

Guillermo verspricht, mich mit dieser Technik innerhalb einer Stunde von meiner Angst zu befreien.

Wie bitte?

Das klingt ja wohl zu gut um wahr zu sein!

Aber es ist tatsächlich wahr! Ich glaub’s immer noch nicht! Nach einer einstündigen Sitzung sind Schlangen-Fotos und Videos gar kein Problem mehr! Und beim wandern? Ich bin seit unserer Therapiestunde schon mehr als fünf Schlangen begegnet: ich will sie nicht herzen und um den Hals hängen ?, aber ich kann in Ruhe abwarten bis sie den Wanderweg verlassen und dann – einfach vorbei gehen. Keine Tränen, keine Panik-Attacke. Ist das nicht toll?

Ich bin begeistert! Danke mein Freund für deine Hilfe! Danke, dass ich nun ENDLICH und zum ersten Mal in meinem Leben wandern gehen kann ohne bei jedem Rascheln im Busch in Panik zu geraten…

Guillermo kann natürlich mehr als „nur“ Schlangen-Ängste lösen. Auch Ängste und Phobien anderer Natur oder tiefsitzende Traumata  (natürlich dann nicht innerhalb einer Stunde) kann er heilen.

Wer sich nicht mehr von seinen Ängsten dominieren lassen möchte, dem lege ich Nahe sich bei Guillermo (www.bigtreecoaching.com) zu melden! Man muss dazu nicht mal bis nach Costa Rica fahren – man kann die Session auch online machen. Und Spanisch lernen braucht man auch nicht denn Guillermo spricht neben Spanisch auch fließend Englisch!

Many of us struggle throughout our lives dealing with unwanted behaviors and addictions, feelings of inferiority or unworthiness, unhealed traumas, and many other issues. We often fight those unwanted traits without much success and often live our lives in constant tension. What is surprising is that those traits are rarely the real issue, they are usually an expression of a deeper, hidden and wounded aspect of ourselves. Embark with me in a deep journey through your being, where we will explore and heal these issues. – Guillermo Molano


Well, well, aber eigentlich wollt ihr doch bestimmt hören warum und vor allem WO es stinkt? In Alcatraz nicht. Wobei ich mir gut vorstellen kann, dass die Gefangenen damals nicht nur gestänkert sondern auch gestinkert haben.

Auf der Pritsche rastet es sich bestimmt weniger vornehm wenn man grad im Klo Nummer Zwei versenkt hat.

Tja, da hätte man dann wohl mal lieber nicht die Regeln gebrochen…

Brich die Regeln und du gehst ins Gefängnis, brich die Gefängnisregeln und gehst nach Alcatraz.

Alcatraz zu besuchen lohnt sich übrigens! Man fährt mit der Fähre hin und kann dann so lange dort bleiben wie man will.

Aber wenn ich mir die Zimmer-Situation so ansehe will ich nicht lebenslang…

Vor Ort kann man eine Audio-Tour machen, die wirklich interessant und kurzweilig ist!

„Hallo Nina! Schau doch mal bös'“!

Nach unserer Tour geht’s zurück nach San Francisco – Festland und wir treffen Matthias.

Mit der Cable Car fahren wir in die Innenstadt…

…und wandern durch Stadt und Chinatown.

Im Chinesischen Supermarkt ersteht Nina eine Dragon-Fruit und eine Guave. Dann marschieren wir heim…

Jo mei, jetzt hab ich mich ja schon wieder so verplappert…ich wollte doch vom STINKEN erzählen.

Das war so. Nach dem Tag in Alcatraz und Chinatown waren Nina und ich im Pinnacles Nationalpark wandern und Matthias war allein zuhaus. Als wir Abends heimkommen müffelt es ein wenig.

Ich denke mir: ‚Boa, do  miachtlts!‘ *)
Dann fällt mir auf: Heute morgen hat es im Wohnzimmer auch schon so gestunken als ich aus dem Schlafzimmer kam. Hm. Die Nina schläft im Wohnzimmer. Und sie hat gestern gemeint sie hätte recht geschwitzt… Naja, man möchte ja niemanden bloßstellen…und ich mache einfach das Fenster auf.

*) Oh, hier stinkt es

Nina geht duschen und ich schneide Zwiebel für das Abendessen. Als Nina aus der Dusche kommt fragt sie ob wir vielleicht auch noch die Haustüre öffnen könnten – es würde gar so stark nach Zwiebel riechen.

Als wir, noch später, frierend beim Abendessen sitzen frage ich ob man eventuell alle Fenster und Türen wieder schließen könnten… Aber Nina meint kleinlaut es würde immer noch SEHR stark nach Zwiebel riechen. Ich rieche auch, dass es stinkt.

„Ich glaub nicht, dass das der Zwiebel ist…“ sage ich vorsichtig.

„Ach nein?“ fragt Nina, ebenfalls vorsichtig.

„Ähem…“ druckse ich verlegen – wie sagt man jemanden, dass ER stinkt? „Naja, dieser Geruch, den rieche ich auch…das ist nicht die Zwiebel.“

„Nein?“

„Hmm, ich weiß nicht…ich weiß nur…ähem…es hat überhaupt noch nie so bei uns gerochen…vielleicht…ähem…ist es…räusper…dein Pullover…von gestern…? Du hattest ja gestern mal erwähnt, dass du recht stark…transpirieren…würdest…“ schwitze nun ich.

„WAS?“ Nina reißt die Augen auf. „Der Pulli ist im Wäschesack!“

„Hmmm, vielleicht ist der Wäschesack nicht ordentlich zu?“ mutmaße ich.

Nina holt den Wäschesack und wir alle riechen daran. Ups. Also der Geruch kommt ganz offensichtlich NICHT vom Pulli im Wäschesack.

Matthias holt nun seinen Pullover, den er gestern getragen hatte und wir schnüffeln. Sauber.

Nun bin ich an der Reihe. Nein, auch mein Pulli ist nicht Verursacher dieses Gestanks. Wir riechen an allen möglichen Gewandstücken und Gegenständen – aber die Ursache können wir nicht finden.

„Egal“ sage ich, „das Essen wird kalt.“

Wir schieben uns Gabel für Gabel rein und schauen uns peinlich berührt im Zimmer um.

Plötzlich sage ich: „Also, eigentlich hat es schon gestern im Zug gestunken!“

„Gestern?!“

„Naja, da dachte ich halt es wäre dein Pulli…drum wollt ich nix sagen…aber was auch immer stinkt: es war gestern im Zug!“

Wir schauen uns an.

„Das OBST!“ schreien wir wie aus einem Mund. Wir holen das Sackerl mit dem Obst und: Pfuideibel!

Wir lachen. Die Anspannung legt sich.

„Und du hast wirklich geglaubt ICH würde so stinken?“ fragt mich Nina.

„Naja du hast doch GESAGT, dass du so schwitzt…“ lache ich.

Nina wiehert los. „…du hast GESAGT, dass du so schwitzt…“ brüllt sie. „Und ich“ die Tränen spritzen waagrecht aus ihren Augen, „und ich dachte als wir heut heimgekommen sind ‚uiuiui da muss man mal lüften‘ aber ich wollt den Matthias nicht kränken…“

„Du hast geglaubt ICH stinke?“ mischt sich nun auch grinsend Matthias ein.

„Ja du warst ja den ganzen Tag allein in der Wohnung…drum dachte ich…also…man müsst halt zumindest mal lüften…hab i ma dacht…“

Wir können nicht mehr. Wir halten unsere Bäuche vor lauter lachen und wischen die Tränen von den Backen.

„Ich hab‘ immer wieder unter meinen Achseln gerochen, schon gestern im Zug“ schreie ich.

„Und ich hab mich nicht mehr bewegt, weil ich dachte es war MEIN Pulli“ wiehert Matthias.

Und dann sind wir alle froh, dass wir klären konnten, dass niemand gestunken hat.

„Stell dir vor, Nina, wir hätten das nicht aufgeklärt! Du wärst zurück nach Wien und hättest jedem erzählt ’na zu denen kannst net fahren. Da feuts in da Wohnung – net zum ausdahalten!’…“

„…und ihr hättet mich nie wieder eingeladen, die Stinkerte…“

 

Und die Moral von der Geschicht‘: stinken tut man – manchmal nicht.

Wir haben natürlich noch mehr Abenteuer erlebt – aber davon, beim nächsten Mal…

 

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